Bieber, Jodi (2013)

Im Jahr 2013 widmen wir der 1966 in Johannesburg geborenen Künstlerin Jodi Bieber in Kooperation mit dem Stadthaus Ulm eine umfangreiche Einzelausstellung – die erste in Deutschland.

Wir präsentieren die großen Werkzyklen und zeigen damit die ganze Bandbreite von Jodi Biebers fotografischem Schaffen der vergangenen 15 Jahren.
Die gesellschaftlich Themen, denen sie sich in ihren Arbeiten widmet, kreisen immer um die soziale Ungerechtigkeit und das Miteinander der Menschen. Ob es sich um den latent mit Angst besetzte Alltag von Kinder und Jugendlichen in Südafrika handelt, oder sie sich mit ihren Frauenportraits mit dem neuen Selbstbewusstsein der Frau beschäftigt, Jodi Bieber diskutiert in ihren Arbeiten die gesellschaftliche Realität unserer Zeit. Als Fotografin ist sie weltweit unterwegs, mit ihren Arbeiten aus Asien oder Europa hat Sie immer wieder Diskussionen angeregt. Ihre Fokus aber bleibt nach wie der afrikanische Kontinent, wo so bedeutende Serien, wie „Real Beauty“ oder„Survivors of Domestic Violence“ entstanden, in denen sie den Opfern häuslicher Gewalt ein eindringliches Denkmal setzt.

Die in Johannesburg aufgewachsene Jodi Bieber absolvierte ihre Fotografen-Ausbildung zunächst am Market Photography Workshop in Johannesburg, einer 1989 von David Goldblatt gegründeten Fotoschule und Galerie. 1993 ging sie zur damals größten Tageszeitung Südafrikas The Star in Johannesburg, wo sie zunächst unter der Leitung von Ken Oosterbroek weiter ausgebildet wurde. Für The Star arbeitete sie auch während der ersten freien demokratischen Wahlen Südafrikas. Der internationale Durchbruch gelang Jodi Bieber drei Jahre später: 1996 wurde sie eingeladen, an der Masterclass von World Press Photo in Amsterdam teilzunehmen, einer von Joop Swart initiierten, weltweit renommierten Fortbildung für junge, hoch begabte Fotografen unter der Leitung von etablierten Fotojournalisten. Nachfolgend bekam Jodi Bieber Aufträge von Zeitschriften wie dem New York Times Magazine, GEO oder dem Stern, auch arbeitet sie für Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder amnesty international.

Die Ausstellung wird realisiert in Kooperation mit dem Stadthaus Ulm.

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