Die 1958 in Hongkong geborene Beate Terfloth zeigt in der Zeit vom 17. September bis zum 12. November in den beiden Ausstellungsräumen des Museums Goch eine eigens für das Haus konzipierte Installation.
Unter dem Thema kreisen, im Sinne eines sich um einen Gegenstand oder ein Thema bewegender Betrachter, formuliert die Künstlerin ihr Thema: die Grenze zwischen Malerei und Zeichnung sowie deren Wirkung und Verknüpfung im Raum.
Die Arbeit für das Museum Goch beschreibt die Künstlerin wie folgt:

„Das körperlich und emotionale Befinden des Besuchers und seine spätere Erinnerung daran sind der Inhalt der Ausstellung. Geplant sind drei große, etwas ungleichmäßige runde Körper, monumentalisierte Nachbildungen von bemalten Tonspardosen.Zwei davon sollen in dem länglichen Ausstellungsraum hintereinander stehen. Das Bodenniveau der hinteren Raumhälfte ist um  etwa 40 cm höher, so daß die zweite Kugel höher zu liegen kommt und wie bei der Aufstellung zu einem Gruppenfoto die vordere Kugel überragt. Die Kugeln liegen jeweils mittig in ihren Raumhälften. Beide Kugeln sollen etwas übermannshoch sein, und da sie etwas breiter als hoch sind, werden sie ihre jeweilige Raumhälfte so sehr ausfüllen, daß um sie herum nur ein bis zwei Meter Platz bleiben zum Herumgehen und Erreichen des hinteren Raumteils. Die Kugeln werden außen so bemalt wie ihre winzigen Modelle, z.B. oben rot und unten gelb, in einem Fall mit einem umlaufenden grünen Farbband, so daß diese Farben ungefähr in Augenhöhe des Betrachters aneinanderstoßen und ihre Begegnung eine unregelmäßige, horizontale Linie bildet. Darin sind sie vergleichbar mit meinen neuen Bildern.“
„In die kleine Nische soll schräg ein Video so projiziert werden, daß das Bild in Seite und Rückseite der Nische geteilt wird. Das Video zeigt kreisende Tänzer an einem Mystikergrab in Pakistan. In diesen Tanzbewegungen ist der einzelne Tänzer, ob er nun einen großen Kreis beschreibt oder sich um seine eigene Achse dreht so zentriert, daß Begegnungen, Zusammenstöße weich verlaufen. Es erscheint, daß sie in einem flexiblen Raum umeinander herum drehen. Durch die Teilung des projizierten Bildes dynamisiert sich die Bewegung zusätzlich, in dem Tänzer plötzlich von der einen in die andere Hälfte überspringen.“
„Schließlich wird ein Buch erscheinen, mit gemalten runden, stark farbigen, abstrakten Motiven, die sich zentral auf dem Blatt befinden. Nur ist die Bindung so, daß die Blätter von beiden Rändern her im Buchrücken fixiert sind und in der Mitte geknickt. Das Motiv entzieht sich so dem Betrachter, er sieht auf der Seite jeweils das halbe Motiv und muß das geknickte Doppelblatt von vorne platt drücken um das ganze Motiv frontal zu sehen. In und auf dem Buch soll kein Buchstabe erscheinen.“

Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt von der Kulturstiftung der Deutschen Bank sowie der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW.

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