Die Video- und Performancekünstlerin Anna Witt (* 1981 in Wasserburg am Inn) zeigte im Jahr 2011 neue Videoarbeiten in einer Ausstellung im Museum Goch.
Erstmals wurde die in Goch entstandene Videoinstallation mit dem Titel “The Eyewitness” gezeigt. Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Marco Ceroli.
„Was sehen wir auf den Bildern die uns täglich die Welt zeigen?“, dies ist die Ausgangsfrage der Videoinstallation. Mit einer Gruppe von Kindern reflektiert die Künstlerin bekannte Medienbildern aktueller politischer Ereignisse. Losgelöst aus dem eigentlichen Kontext, geben die Bilder Raum für Wahrnehmungen und  Interpretationen aus dem Blickwinkel von Kindern und eröffnen dadurch neue Leseformen.
Neben der speziell entwickelten Videoinstallation, waren weitere Arbeiten der Künstlerin zu sehen, welche eine aktive Auseinandersetzung von Personen mit gesellschaftlichen Fragestellungen und deren subjektiven Blick als gemeinsames Thema haben.

Die in Wien lebende Künstlerin bezieht sich in ihren Arbeiten auf bestehende gesellschaftliche Verhältnisse. Mit einfachen Mitteln setzt sie sich mit soziologischen oder historisch geprägten gesellschaftlichen Normen auseinander. Oft tritt sie in ihrer Arbeit unmittelbar mit Menschen in Kontakt, und verwickelt sie durch Handlungen oder Interviews in eine Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Umgebung.
Anna Witt schlüpft nicht selten in eine handelnde Rolle und führt so unmittelbar Regie, manchmal tritt sie in die Position der Vermittlerin und provoziert somit einen Dialog zwischen Anderen. Auch eigens gearbeitete Objekte haben in den Videos eine wichtige Funktion, oder ergänzen diese installativ. Ihre Arbeiten wurden schon als investigativ beurteilt und in der Tat spricht sie Missverhältnisse und Hierarchien direkt an und wirkt somit auch politisch in unsere Gesellschaft hinein

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