Nanne Meyer, 1953 in Hamburg geboren, gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Mehrere Stipendien und Auszeichnungen führten sie immer wieder ins europäische Ausland sowie in die USA.
Nanne Meyer hat seit 1994 eine Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und lebt und arbeitet in Berlin. 2013 erhielt sie den Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr Lebenswerk.

„Zeichnen ist für mich eine Form des Denkens und des Erforschens, eine Reise auf dem Papier, bei der man nie weiß, wohin sie führt“, so beschreibt die Künstlerin jenes Medium, das sie in ihrem Lebenswerk perfektionierte.
In ihren Linienspielen umschreibt sie Dinge, Gegenstände und Geschichten ihrer unmittelbaren Umgebung. Dabei tritt der Vorwand, der konkrete Gegenstand ihres Gegenübers, weitestgehend zurück und die Linie entfaltet beim Betrachter ein ganz eigenes, bisweilen sich vollständig vom Gegenständlichen lösendes, Assoziationsfeld. Ihre Linien sind gleichzeitig Metapher für die Zeit, für den Fluss der Sekunden und Minuten steht der Fluss der Linie, die sich frei auf dem Blatt entfaltet. Diese Linie wird im Nachlesen erfasst, so wie wir gewohnt sind Bücher zu lesen und die Schrift sich zu Buchstaben und Inhalten zusammenfügt.
Die Zeichnung wird bei Nanne Meyer zum Ereignis, dass sich im Kopf des Betrachters fortsetzt und entwickelt.
Nanne Meyers Zeichnungen sind poetische Netzwerke zwischen Linien und Flächen und für die Künstlerin ist dies nach wie vor ein großes experimentelles Ereignis.

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