Mohr, Michel (2005)
Das zentrale Ausdrucksmittel für Michael Mohr ist die Farbe. Seine Bilder leben vom ausgeprägten Sinn für farbliche Zusammenhänge, in die der Künstler immer neu eintaucht. Im Rückblick auf über zehn Jahre lässt sich die große Kontinuität und künstlerische Konsequenz aufzeigen. Es geht dem Künstler dabei nie um eine Entscheidung von Gegenständlichkeit oder Abstraktion, auch nicht um die Frage der Modernität von Malerei. Ein wichtiges Element in seinem Werk ist die hohe kolonistische Sensibilität.
Die Suche nach kompositorischer Ausgeglichenheit führte ihn vor Jahren schon zum quadratischen Bildformat, das einen nach allen Seiten hin gleichberechtigten Bildraum schafft. Seine Bilder entstehen zwar nicht in Serien, farbliche und gestalterische Gruppen lassen sich jedoch sehr wohl mit einem gewissen zeitlichen Abstand aus seinem Werk herauslesen.
Ob es sich um die „abstrakten“ Bilder, den Blick auf die Natur oder das Selbstbildnis handelt, stets sind die unterschiedlichen Motive nur ein Vorwand für den Künstler, einmal mehr malerische Strukturen in der Welt zu entdecken und zu gestalten.
Die Ausstellung sowie das umfangreiche Katalogbuch spannen erstmals einen Bogen auch zu den früheren Arbeiten.
Michael Mohr wurde 1964 in Fulda geboren, studierte 1982 bis 1988 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künstler – Städelschule – in Frankfurt am Main und lebt dort.



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