Neben seinen Objekten und Installationen bilden die Arbeiten auf Papier eine ganz eigene Werkgruppe im künstlerischen Werk des 1948 in Dortmund geborenen Künstlers. Zwischen 1990 und 1992 war Krian Gaststipendiat der Villa Romana in Florenz, ein Aufenthalt, der nachhaltig den Charakter seines künstlerischen Werks prägte.
Bereits der Titel Unterbodenschutz, Ölspachtel, Schellack  macht deutlich, dass wir es nicht mit klassischen Papierarbeiten (Bleistift, Tusche, Kohle etc.) zu tun haben. Erich Krian überführt diese, aus der Auto- und Lackierwerkstatt  bekannten Materialien in eine abstrakte Bildwelt, die sich durch ihr meist strenges formales Gerüst aber auch hohe sinnliche Empfindlichkeit auszeichnet.
Die Ausstellung im Museum Goch umfasste ca. 120 Arbeiten auf Papier und gibt erstmals einen repräsentativen Überblick über dieses künstlerische Medium im Werk von Erich Krian. Ergänzt wird die Präsentation von einer in den Straßenbelag vor dem Museum eingelassenen Installation aus Betonringen. Diese Außenskulptur korrespondiert mit einer entsprechenden plastischen Arbeit in den Ausstellungsräumen. Im Anschluss wird die Ausstellung u.a. im Kunstverein Münsterland sowie in der Städtischen Galerie Albstadt zu sehen sein.
Aus Anlass der Ausstellung erwarb das Museum Goch das Künstlerbuch Fragmente aus dem Depot aus dem Jahr 1999. Das großformatige Buch ist in einer Auflage von 27 Exemplaren erschienen und in einem handwerklich aufwendigen Verfahren hergestellt worden. Mit Texten und im Original eingelegte Zeichnungen von Erich Krian erweitert das Buch den Bestand an Künstlerbüchern in unserem Museum und wird erstmals während der Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

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