Neumann, Ekkehard. Aufscheinen (2026)

Die Ausstellung mit Werken von Ekkehard Neumann stellt seinen Wasserfarbenarbeiten eine eigens für den Ausstellungsraum entwickelte Wandarbeit gegenüber. Sie beide verbinden eine Leichtigkeit und zurückhaltende Formensprache, bei gleichzeitiger Definition von Räumen, Strukturen und Tiefen. Klare, eckige Linien und winkelige Metalle strahlen hierbei eine besondere Nüchternheit aus und geben den Betrachtenden die Möglichkeit Raum neu zu erfahren.

Helles Gelb, leuchtendes Blau, ein zartes Rot sind die Farben dieser jeweils monochromen Aquarellarbeiten. Der Farbauftrag in den Werken von Ekkehard Neumann basiert auf einer durchdachten Weise mit klaren Linien, scharfen Kanten, die in ihrer strengen Form an Bauzeichnungen erinnern. Es entsteht eine Assoziation an einen Grundriss oder an archäologisch ausgegrabene Fundamente. Beim Betrachten bemerken wir, wie sich in unseren Köpfen Raumstrukturen bilden.
Diese geometrische Formen entfalten ihre Harmonie im Dialog mit Wandfeldern, aufgespannt aus Vierkantstahl. Beiderlei Arbeiten funktionieren als Felder des Aufscheinens: Sie zeigen nicht, sondern konstituieren die Ordnung, die wir wahrnehmen, und lassen die Harmonie erst im Akt des Sehens entstehen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Materialität, Form und Wahrnehmung, das die Betrachterinnen einlädt, die unsichtbaren Beziehungen zwischen Fläche, Linie und Raum zu erkunden.

 

 

 

 

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