Mit einer umfangreichen Ausstellung präsentieren wir zum zweiten Mal die Sammlung Hiltrud Neumann. Unter dem Titel „Die Kunst sucht sich ihren Platz.“ zeigen wir über 130 ausgewählten Kunstwerke aus der Privatsammlung, die 2015 der Kunststiftung Goch geschenkt wurde.

In der Ausstellung sind folgende Künstler und Künstlerinnen mit Arbeiten vertreten:

Bormann, Peter   Brand, Axel   Bresinski, Jan   Breuer-Kieven, Ursula   Demary, Stefan   Döring-Spengler, Herbert   Erkens, Ro   Ettl, Georg   Forster, Hannes   Gärnter, Klaus   Grigat, Ulla   Hahn, Wolfgang   Heming, Karl-Heinz   Hoover, Nan   Jetelová, Magdalena   Kaiser, Andreas   Koch, Heiner   Kremser, Christel   Kuball, Mischa   L’Hoest, Johanna   Langanke, Ingrid   Lersch, Martin   Mosley, Tom   Paschold, Carola   Penone, Giuseppe   Racic, Jasko   Rohlfing, Rita   Rückriem, Ulrich   Sambolec, Duba   Schlesinger, Rolf   Schmitt, Klaus   Shachar, Gil   Virnich, Thomas   Wegner, Shirley   Weiss, Clemens   Wilken, Frauke   Windheim, Dorothee von   Zarm, Brigitte   Zins, Günther

 

Nach zweijähriger Bearbeitung durch unsere Volontärin haben wir neue Einblicke in die Sammlung gewonnen und nehmen den Besucher mit auf dem Weg einer Privatsammlung hin zu einer öffentlichen Sammlung.

Nach einer jahrelangen Freundschaft zur Sammlerin wurde 2015 die Schenkung der Sammlung besiegelt. Die umfangreiche Sammlung mit einer Objektanzahl von ca. 3500 Werken wurde über 40 Jahre zusammengetragen. Schwerpunkte waren zunächst lokale Künstler:innen aus Mönchengladbach, was sich in den folgenden Jahren auf Künstler:innen des Rheinlandes zwischen Köln und Düsseldorf erweiterte. Teilweise sind auch internationale Positionen vertreten, die Hiltrud Neumann durch ihr großes Netzwerk und den Stipendien in Mönchengladbach kennenlernte. Größere Konvolute besitzt die Sammlung zum Beispiel von Heiner Koch, Martin Lersch, Ingrid Langanke, Georg Ettl oder Klaus Schmitt.

Die Sammlung umfasst Objekte aller künstlerischer Gattungen wie Skulptur, Malerei, Druckgraphik, Fotografie sowie Video. Vereinzelt sind auch installative Arbeiten mit einem konkreten Raumbezug vertreten. Zusammengetragen wurden die Arbeiten im unmittelbaren Wohnumfeld der Sammlerin in Mönchengladbach-Hardt. Mit dem Ausspruch „die Kunst sucht sich ihren Platz“ wurde jedem einzelnen Objekt ein Präsentationsort in der privaten Wohnung zugewiesen. Dieser Prozess konnte bis zu mehrere Wochen dauern. Teilweise waren die Werke in Kommunikation zueinander gesetzt, teilweise gab es einzelne Künstler:innenbereiche. Über die Jahre hinweg wurden die Möglichkeiten, die Objekte zu platzieren immer geringer. Schließlich kann man die Präsentation der Sammlung in den Privaträumen als Gesamtkunstwerk bezeichnen: der Übergang von einer Petersburger Hängung zum horror vacui wurde als fließend wahrgenommen.

Sammeln war für Hiltrud Neumann eine sehr persönliche und leidenschaftliche Angelegenheit. Nur sekundär ging es ihr um eine monetäre Investition. Im Vordergrund stand stets der persönliche Kontakt zu den einzelnen Kunstachaffenden als auch deren finanzielle Unterstützung. Neben der Freundschaft entwickelte sie eine stark ausgeprägte mäzenatische Verantwortung. Für ihr kulturelles Engagement wurde sie 2011 mit dem Rheinlandtaler des LVR ausgezeichnet.

Die Ausstellung der Sammlung Hiltrud Neumann gibt einen privaten Einblick in das Leben der Sammlerin als auch der rheinischen Kunstszene der vergangenen 40 Jahre. Der Mut sich auch für das Ungewöhnliche und bislang Unbekannte aktiv zu zeigen , zeichnet die Sammlerin aus. Ergänzend zum Sammlen hat Hiltrud Neumann auch ein dokumentarisches Archiv für ihre Künstler:innen angelegt, bestehend aus persönlicher Korrespondenz, Künstlerschriften und Publikationen.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf mit dem Museum Goch, unterstützt durch die Kunststiftung Goch.

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Pagina-Verlag, Goch mit Beiträgen des Museumskollegiums sowie Studierender der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf entstanden.

In dieser Ausstellung sind auf Grund der Vielzahl der Positionen nicht alle Kunstschaffenden vertreten. Im Nachlass vertreten sind: Künstler_innenliste_website, Stand 22.8.2022

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