Reichenberger, Peter (2013)

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Sparkasse Goch sowie den Stadtwerken Goch.

Die beiden Stiftungen – die Kunststiftung Goch sowie die Peter Reichenberger Stiftung– stellen erstmals nach dem Tod des Künstlers 2004 in einer umfangreichen Ausstellung das Werk des Malers vor.
Peter Reichenbergers malerische Position steht völlig eigenständig in der deutschen Farbfeldmalerei des 20. Jahrhunderts.
Ausschließlich unter Nutzung der Fingerkuppen, der Handkante oder des Handtellers hat er sein malerisches Oeuvre geschaffen.
Mit dieser sehr besonderen und persönlichen Technik, zwischen Druck und Malerei, arbeitet er in übereinanderliegenden Schichten, seriellen Strukturen und mono- wie polychromen Farbverläufen. Dadurch entstehen Farbräume und Farbvolumen in ungeahnter Form und Intensität.
Reichenbergers Malerei verbindet die gestische, sehr emotionale und persönliche Handschrift mit einem konzeptionellen, seriellen Ansatz. In seinen Bildern und Zeichnungen werden die Tendenzen von Minimalismus, Zero, Farbfeldmalerei, Optical Art und Konzeptkunst auf einmalige Art und Weise miteinander verschmolzen.
Durch die spezielle Technik des geplanten, komponierten und schichtweisen Farbauftrages wird zum einen jedweder Zufall ausgeschaltet und zum anderen die Malerei und die Farbe zum absoluten Gegenstand seines künstlerischen Schaffens. Ein weiterer interessanter Aspekt seiner Arbeit ist, dass Reichenberger das Gestische  völlig vermeidet, obwohl er mit dem direkten Handauftrag der Geste wiederum sehr nahe kommt.
Eine Besonderheit dieser erstmaligen Präsentation im Museum Goch ist ein in sich geschlossener Farbraumraum, in dem sich der Besucher inmitten der leuchtenden roten Farbverläufe von fünf auf eiander konzipierten großformatigen Gemälden befindet. Die emotionale Begegnung in diesem Raum wird gebrochen durch das Konzept seines Farbauftrages, das den Bildern Struktur und eigenen Rhythmus verleiht.

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