Kissel, Rolf (2012)

Der Maler und Bildhauer Rolf Kissel (geb. 1929) gehört zu wichtigen Vertretern der deutschen Nachkriegskunst.
Zeitgleich zu den Künstlern der Düsseldorfer Zerogruppe um Otto Piene, Günter Uecker und Heinz Mack vertritt Kissel die künstlerischen und ästhetischen Gedanken seiner Generation und artikuliert und formt sie maßgeblich mit. Er hat damit wesentlichen Anteil an der ästhetischen Wahrnehmung weit über seine Generation hinaus.
Ab 1961 entstehen die ersten monochromen Bilder mit denen sich Kissel zunehmend von der informellen Malerei seiner Zeit absetzt. An die Stelle der Gestik wird für Kissel das konkrete Bildobjekt gesetzt. Die Auflösung des illusionistischen Bildraumes wird für den Künstler zur zentralen künstlerischen Herausforderung. Er experimentiert mit Holzlamellen, die die Bildoberfläche gliedern und in den Raum hineinwirken, so dass das Licht zum eigentlichen Gestalter des Objektes wird. Diese Lichtreliefs werden auch zu begehbarer Architektur, wenn Kissel beispielsweise für die Waldschule in Leverkusen einen Raum konzipiert. (heute zerstört)

Die Ausstellung im Jahr 2012 vereinte bedeutende Werke aus der frühen Schaffenszeit von Rolf Kissel, der seine künstlerische Ausbildung an der Frankfurter Städelschule erhielt. Die Arbeiten in dieser Ausstellung korrespondieren mit jenen der Zerokünstler in unserer Sammlung und erweitern unseren Blick auf die herausragenden künstlerischen Impulse dieser Zeit.

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