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Norbert Schwontkowski

Norbert Schwontkowski  Dem Tod ins Gesicht gelacht
2. Juli bis 10. September 2017

Eröffnung am Sonntag, 2. Juli 2017 um 11.30 Uhr.
Es spricht: Dr. Jürgen Fitschen, Direktor Kunsthalle Wilhelmshaven

Im Anschluss wird  die Ausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven gezeigt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

WDR3-Beitrag vom 5.7.2017 zur Ausstellung

Das Museum Goch widmet dem 2013 verstorbenen Maler Norbert Schwontkowski in diesem Sommer eine umfangreiche Ausstellung.
Schwontkowski wurde 1949 in Bremen geboren. Er studierte an der Hochschule für Künste in Bremen. Er erhielt Lehraufträge in Bremen und Greifswald sowie eine Gastprofessur in Braunschweig. 2005 folgte eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 2013 starb Norbert Schwontkowski in Bremen.
Die große malerische Qualität seiner Bilder, verbunden mit einem subtilen Sinn für Humor zeichnet das malerische Oeuvre des Künstlers aus. Seine Farbgründe sind in vielen Schichten übereinanderliegend durchgearbeitet. Sie bilden den Bühnenraum für die Geschichten, die sich jedoch den Deutungen und dem raschen Zugriff entziehen. Der Betrachter wird allein gelassen mit den stillen und melancholischen Welten. Surreale Geschichten, die mit historischen, religiösen oder auch alltäglichen Bezügen spielen aber beim Betrachter mehr Zweifel als Sicherheit hinterlassen.
Norbert  Schwontkowskis Werk ist  „durchdrungen von einer stillen, surrealen Spiritualität, wie sie die deutsche Romantik heraufbeschwor. Ihr fügte er allerdings einen subtilen Witz hinzu, der auch ihn selbst zu einem amüsierten Melancholiker machte – mit schwarzer Hornbrille, gerne Schal und obligatorischer Zigarette wirkte er immer ein wenig wie aus dem Paris der 50er-Jahre herausgefallen“. (Zitat: Monopol, 17.6.2013)

Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus allen Werkphasen des Künstlers, beginnend mit einem frühen Werk aus dem Jahr dem Jahr 1985 bis hin zu den letzten Bildern, die Schwontkowski kurz vor seinem Tod fertig stellte. Sämtliche Werke stammen aus einer süddeutschen Privatsammlung und sind in dieser Zusammenstellung noch nicht gezeigt worden.

Der Titel der Ausstellung spielt an auf die Bezeichnung eines Gemäldes aus dem Jahr 1994. Es zeigt vor fahl-grauem Grund eine Achterbahn, ein fragiles Gerüst auf dem die Bahn ihre endlosen Runden dreht. Das Bild ist charakteristisch für die Weise, in der es Schwontkowski immer wieder gelingt, Metaphern für die existenziellen Fragen des Lebens zu finden.

TAVIDAN – Georgien und Deutschland im Dialog

TAVIDAN – Georgien und Deutschland im künstlerischen Dialog
24. September bis 19. November 2017

Eröffnung am Sonntag, 24. September 2017 um 11.30 Uhr.
Es spricht: Maria Wildeis, Kuratorin der Ausstellung

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Frauenkulturbüro NRW und
wird gefördert vom Land NRW.

Zum Jubiläum der 200-jährigen Freundschaft zwischen Georgien und Deutschland präsentiert das Museum Goch das Kunstprojekt TAVDIAN. Die Kuratorin Maria Wildeis, das Frauenkulturbüro NRW e.V. und das Museum Goch beteiligten sich bereits an einer vorausgehenden Ausstellung im Juni im CCA – Center for Contemporary Art Tbilisi, mit 20 Künstlern aus beiden Ländern.
Die Werke von Caroline Bayer (Berlin), Ana Chaduneli (Rustavi, Georgien), Patrick Rieve (Köln) und Kote Sulaberidze (Tiflis, Georgien) bieten zwischen klassischer Malerei und Neuen Medien einen spannenden Einblick in das Land Georgien und den gemeinsamenen Austausch und regen zudem die Auseinandersetzung mit den künstlerischen Praktiken der Gegenwart an.
Kote Sulaberidze (Tiflis, Georgien) ermöglicht mit seinen Malereien sehr persönliche Einblicke als Zeitzeuge in die konfliktreiche Vergangenheit des Landes Georgien. In seinen Malereien setzt er auch Schrift und Symbole ein, um Kartografien und Kataloge zu erstellen. Die angeborene Farbsehstörung des Künstlers umfängt die sehr gesättigten Farbräume mit einer besonderen Qualität. Der Künstler präsentiert zwei seiner Arbeiten, die persönliche und historische Ereignisse in einem Land vieler politischer Umbrüche künstlerisch manifestiert. Sulaberidze ist 1968 in Tiflis geboren und beteiligt sich seit Jahrzehnten an internationalen Ausstellungen.
Caroline Bayer ist Berliner Installationskünstlerin, die 1973 in Stolberg (Rhld) geboren wurde und an der Kunstakademie Münster bei Maik und Dirk Löbbert als Meisterschülerin abschloss. Ihre Installationen sind streng ortsbezogen: die Geometrie oder der Grundriss des Raumes, wie auch soziale und historische Bezüge zu Architekturen werden in Plastiken und Objektkompositionen übersetzt. Bayer zeigt in Goch eine Plastik, die das Verkehrsministerium in Tiflis, ein faszinierender Beton-Brut-Bau aus den 1970er Jahren, thematisch aufgreift.
Auch die Zeichnungen von Patrick Rieve (1971 in Jülich geboren, Studium der visuellen Kommunikation an der HfbK Hamburg, lebt in Köln), ermöglichen einen Blick auf den Austausch von TAVIDAN. Zeichnungen, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstanden sind und erstmals in der Ausstellung in Tiflis unter dem Titel: „Die letzten Fragen“ gezeigt wurden, bindet der Künstler zu einem Magazin, das vor Ort ausgestetllt wird.
Ana Chaduneli ist 1990 in Rustavi, Georgien, geboren und zeigt in ihren Kompositionen, Videoarbeiten und Objekten eine sehr junge, persönliche Ausdrucksweise im gegenwärtigen Kunstdiskurs. Sie wird eine Videoarbeit für das Museum Goch konzipieren.

Das Museum Goch fördert seit 2013 den Künstlerinnenaustausch mit dem Frauenkulturbüro NRW e.V. zwischen Deutschland, Georgien und Armenien und steht so in einer persönlichen, freundschaftlichen Nähe zum Kaukasus.

Ein begleitender Katalog dokumentiert den künstlerischen Austausch mit Texten von Prof. Dr. Ludger Schwarte (Professor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf) und Levan Shatberashvili (angehender Dr. für Philosophie, Uni Bonn, lebt in Tiflis), der zur Eröffnung vorgestellt wird.

 

 

 

 

www.tavidan.net