Könnemann, Nina (2011)

Nina Könnemann, 1971 in Bonn geboren, studierte an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste.
In ihren Videoarbeiten setzt sich die Künstlerin mit gesellschaftlichen Phänomenen auseinander. Sie beobachtet mit ihrer Kamera bei Alltäglichkeiten und Banalitäten und entdeckt oder entlarvt dabei Verhaltensmuster, die wiederum ein Spiegel unseres Miteinanders aufzeigen.

In ihrem Video „Bann“ setzt sich die Künstlerin mit dem veränderten Rauchverhalten in der heutigen Gesellschaft auseinander.
Es entsteht eine Dokumentation der Situationen, in denen geraucht wird und ein Bild jener Räume, in denen es statt findet. Es sind Momentaufnahmen eines Zeitabschnitts, in dem sich durch die Regulierung des Rauchens seit einiger Zeit im öffentlichen Leben vieles verschiebt und verändert.
Charakteristisch für die Künstlerin ist die Handkamera. Sie folgt den Menschen und zeichnet ihre Bewegungen unmittelbar nach. So gelingt es ihr, den Betrachter direkt in das Geschehen mit ein zu beziehen und ihn zu einem Teil des Werkes werden lassen.

Nina Könnemann war in den letzten Jahren u. a. in Ausstellungen im Cubitt, London im Grazer Kunstverein, in der Pinakothek der Moderne, München, im Camden Arts Centre, London und im Portikus in Frankfurt a.M. vertreten. 2010 zeigte sie ihre Videos in einer Einzelveranstaltung im Museum of Modern Art in New York.
Im Sommer diesen Jahres kuratierte sie die Ausstellung “Mass Photography” in der Grundy Art Gallery in Blackpool (GB).

Die 2012 erstmals im Museum Goch gezeigte Arbeit Bann wurde durch dieKunststiftung NRW im Rahmen einer Projektförderung für junge Künstler gefördert.

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