Keinan, Thalia (2010)

Das Museum Goch zeigte 2010 Talia Keinan (*1978 Israel) in ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland.
Talia Keinan arbeitet im Bereich Video, Videoinstallation und Zeichnung. In Ihren Rauminszenierungen schafft sie eine eigene Welt, die sie selbst „life cyrcle“ (Lebenskreis) nennt. Ihre Videoarbeiten installiert und versteht die Künstlerin als skulpturale Arbeiten. Die Projektionsfläche selbst wird zur Skulptur und tritt dreidimensional in den Raum. Die Arbeiten stehen nicht für sich selbst sondern bedingen sich gegenseitig. Dabei spielt sowohl der Ton als auch das Licht eine entscheidende Rolle. Die Musik wird entweder speziell für ihre Arbeiten geschrieben oder eigene Tonaufnahmen werden für die Installationen bearbeitet bis sie zu einer Gesamtkomposition verschmelzen. Die Bildprojektionen auf Decke, Wände oder Boden sind häufig die einzige Lichtquelle im Raum und tragen zu der eigentümlichen Atmosphäre der Installationen bei. Sie gibt uns immer wieder sensible Einblicke in die karge israelische Landschaft und Gegenwart und die dort lebenden Menschen. Die Dramaturgie mit der sie die Alltäglichkeit in ihren Arbeiten komponiert, setzt sich in den zarten Zeichnungen fort. Mit minimalen Mittel gelingt es ihr den Betrachter und Besucher in eine ganz eigene Welt zu ziehen, eine Welt voller Magie und Zauber. Es gibt deutliche Symbole und verständliche Geschichten, aber auch Bilder von sehr persönlichem Ausdruck, Traumwelten, die uns verschlossen bleiben.

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