Fuhrmann, Roland (2006)

Der 1966 in Dresden geborene  Roland Fuhrmann zählt seit einigen Jahren zu den wichtigen Objektkünstlern Deutschlands. Er studierte zunächst auf Burg Giebichenstein, anschließend bei Christian Boltanski an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris wo er  mit seinem Diplom für Bildende Kunst abschloss.
Bisher fanden viele seiner Objekte als Kunst am Bau besondere Beachtung, so in den Stadtwerken und des Max-Planck-Instituts in Halle.
In Goch entwarf Roland Fuhrmann für das neue Rathaus den „Roten Hügel“, eine Stahlskulptur, die zwischen historischem und neuem Rathausgebäude vermitteln wird.
In seiner Ausstellung beschäftigt sich der Künstler mit dem Thema unserer Wertvorstellungen. Die absurde Idee, alle Wertvorstellungen dieser Welt in Zahlen ausdrücken zu können, wird er in einer Installation, die eigens für das Gocher Museum entwickelt wird, thematisieren. Mit vier großen Förderbändern auf denen unzählige Geldmünzen bewegt werden, verbildlicht Fuhrmann den monetären Kreislauf als Grundlage unseres marktwirtschaftlichen Werteverständnisses. In weiteren Objekten diskutiert er schließlich die soziale Komponente eines marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystems. Besonderes Interesse gilt dabei dem Automobil, dem populärsten deutschen Werteobjekt Nr. 1. Dazu wird eine Installation zu sehen sein, die den permanenten Stau von Autos simuliert.
In weiteren Arbeiten reflektiert Fuhrmann schließlich  allgemeine Wertvorstellungen wie Gebote, Eide und Moral.

Im Frühjahr 2008 installierte Roland Fuhrmann im Bereich des neuen Rathauses in Goch seine Skulptur „Roter Berg“.

www.rolandfuhrmann.de

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